Folgen und Anpassung
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Folgen & Anpassung

 

Im vorhergegangenen Abschnitt Klimawandel - Allgemeine Informationen wird der Begriff des Klimawandels definiert und die ihn hervorrufenden Treibhausgase mit ihrem Treibhauspotenzial beschrieben. Der Mensch hat nun zwei Möglichkeiten mit dem Klimawandel umzugehen. Zum einen, Klimaschutz (engl.: climate protection) durch Minderung (engl.: mitigation) der Ursachen zu betreiben, also seine sich auf das Klima negativen auswirkenden Aktivitäten zu reduzieren und zum anderen seine Lebensbedingungen an die Klimaveränderungen anpassen (engl.: adaption).

 

Klimaschutz durch Minderung der Ursachen (engl.: mitigation)

Die Rahmenbedingungen des Klimaschutzes sowie die Klimaziele einzelner Staaten wurden bereits unter Klimawandel - Allgemeine Informationen erläutert. Hier geht es jetzt um die verschiedenen Möglichkeiten. Bei der Mitigation, also der Abschwächung des Klimawandels, lassen sich zwei Bedeutungen unterscheiden:

a) Alle Bemühungen die dem Schutz des globalen Klimas dienen, also zur möglichst weitgehenden Minderung bis hin zur Vermeidung des Klimawandels. Das bedeutet primär die Entwicklung von Strategien und Maßnahmen zur Minderung der Emission klimarelevanter Gase (sog. Treibhausgase, siehe Liste dort). Dies erfolgt einerseits durch die Reduktion des (v. a. fossilen) Energieverbrauchs, z. B. durch Steigerung der Energieeffizienz oder den Verzicht auf Energie verbrauchende Tätigkeiten, andererseits durch den Wechsel zu regenerativen Energieträgern (wie z. B. Wind- und Wasserkraft, Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse sowie Geothermie). Des Weiteren versucht man Senken von Treibhausgasen zu sichern, sodass diese darin gebunden bleiben und nicht noch zusätzlich in die Atmosphäre entweicht und sie somit belastet. Beispiele für Treibhausgassenken sind u.a. Moore oder Wälder (natürliche Senken) sowie technische Senken wie das Carbon Capture & Storage (CCS), bei Kraftwerken (IPCC 2007d).

b) Klimaschutz kann aber auch als Sicherung der lokalen (bio-)klimatischen Funktionen verstanden werden, im Sinne des Schutzgutes „Klima“ der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) oder der Strategischen Umweltprüfung (SUP). Der Schutz der lokalen bioklimatischen Funktionen umfasst vor allem die planerische Sicherung von Kaltluftentstehungsgebieten und Frischluftbahnen. Dies hat besonders in Ballungsräumen eine hohe Bedeutung, denn durch die stärkere Erhitzung von versiegelten Flächen wird ein sichergestellter Austausch von Luftmassen, zur Vermeidung von Smog und Überhitzung, essentiell. Auch durch die raumplanerische Ausgestaltung von Siedlungsgebieten mit ausreichend Grünflächen (vor allem mit Bäumen), lässt sich die Hitzebelastung lokal deutlich reduzieren; dies ist ein Grenzbereich.

 

Anpassung (engl.: adaption)

Die Anpassung an den Klimawandel bezeichnet den Prozess der Umstellung und Ausrichtung von natürlichen und gesellschaftlichen Systemen auf tatsächliche oder zu erwartende Klimaveränderungen mit deren Folgen, um die negativen Auswirkungen zu mindern und Vorteile nutzbar zu machen (vgl. IPCC 2007 a; IPCC 2012).

Klimaanpassung kann in Form von physischen (technischen) Maßnahmen oder planerischen Regelungen erfolgen. Physische Anpassungsoptionen sind z. B. eine geänderte landwirtschaftliche Bodennutzung zur Aufrechterhaltung der Ertragsfähigkeit oder die Schaffung zusätzlicher Talsperren und Retentionsräume für den Hochwasserrückhalt. Planerische Anpassungsmöglichkeiten hingegen zielen beispielsweise auf technische Regeln oder die räumliche Steuerung, Abwägung und Umsetzung von Maßnahmen.

In Abhängigkeit vom Grad des Bewusstseins und dem Kenntnisstand sowie dem Zeitpunkt der Anpassung kann zwischen autonomer und geplanter sowie proaktiver und reaktiver Adaption unterschieden werden (Smit et al. 1999):

1) Die autonome (auch spontane) Adaption erfolgt selbstständig, ungeplant und unbewusst. Dazu zählt etwa die Anpassung durch Veränderungen natürlicher Systeme, z. B. die Vergrößerung der bioklimatischen Toleranzbreite von Pflanzenarten durch evolutionäre Prozesse. Auch die spontane Anpassung des Handels an neue Rahmenbedingungen der Märkte, etwa an eine nachlassende Nachfrage als Folge von Preissteigerungen aufgrund von Angebotsknappheit, stellt eine autonome Anpassung dar (Schröter et al. 2004).

2) Im Gegensatz dazu dient die geplante Adaption einer gezielten Ausrichtung eines Systems auf reale oder erwartete Änderungen des Klimas mit ihren Folgen, die entweder i. S. von (a) reaktiver Anpassung ein bereits betroffenes System wiederherstellen oder eine erneute bzw. weitergehende Schädigung verhindern soll, oder i. S. von (b) proaktiver Anpassung zukünftige Änderungen des Klimas mit ihren Folgen frühzeitig berücksichtigt, um negative Auswirkungen zu minimieren und positive Auswirkungen zu nutzen. Dabei kann zusätzlich u. a. zwischen der Anpassung privater und öffentlicher Akteure unterschieden werden (IPCC 2007c).

Eine langfristige Anpassung an den Klimawandel und dessen Folgen hängt neben gesellschaftlichen Entwicklungsprozessen (Entwicklung der Anpassungskapazitäten) auch vom Ausmaß des Klimaschutzes ab. Beispielsweise würde sich die Anpassung zentraler gesellschaftlicher Bereiche sowie der Ramnutzungen an einen in langen Zeiträumen möglicherweise sehr hohen Meeresspiegelanstieg als außerordentlich schwierig erweisen.

Die obigen Texte sind inhaltlich zusammengefasst nach Birkmann et al. (2013).1)

 


 

 

Finanzierung der Anpassung

Im Folgenden werden zwei Werkzeuge zur Finanzierung von Maßnahmen zum internationalen Klimaschutz vorgestellt. Beides sind Fonds, die im Rahmen Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (engl.: United Nations Framework Convention on Climate Change - UNFCCC) ins Leben gerufen wurden.

 

Anpassungsfonds (engl.: Adaptation Fund)

Der Anpassungsfonds (AF)  wurde durch das Kyoto-Protokoll ins Leben gerufen, um diejenigen Entwicklungsländer, die besonders anfällig für die negativen Auswirkungen des Klimawandels sind, bei der Finanzierung von konkreten Projekten und -Programmen zur Anpassung an die globale Erwärmung zu unterstützen.

Für viele der armen Länder der Welt ist die Anpassung an den Klimawandel vielmehr eine Notwendigkeit als eine Option. Sie erfordert massive finanzielle Aufwendungen, den Aufbau von Kapazitäten auf verschiedenen Ebenen und eine stetige Erweiterung des Wissens über den Klimawandel. Der Fonds verfügt in den Bereichen der Finanzierung, der Verfahrensregeln und der Verwaltung über eine Reihe innovativer Ansätze.

a) Direkter Zugang - Der Fonds ermöglicht den Entwicklungsländern, direkt Finanzmittel zu erhalten, und nicht, wie sonst bei internationalen Fonds üblich, über den Umweg internationaler Institutionen wie Weltbank oder UNDP.

b) Finanzierungsmechanismus - Der AF ist der erste Fonds, der aus einer Einnahmequelle finanziert wird, welche direkt aus der internationalen Klimaschutzpolitik resultiert. Er finanziert sich primär aus einer 2 %-Abgabe auf die im Rahmen von Projekten unter dem Clean Development Mechanism zugeteilten Emissionsreduktionseinheiten.

c) Steuerung – Das Steuergremium hat 16 Mitglieder (mit jeweils einem Stellvertreter), wobei die Mehrheit der Sitze auf Entwicklungsländer fällt, was einmalig in der internationalen Klimapolitik ist. Des Weiteren verfolgt das Gremium zwei wichtige Ansätze: (1) Fokus auf die besonders verletzlichen Bevölkerungsgruppen in den jeweiligen Ländern, um sicherzustellen, dass die Projektförderungen auch diejenigen erreichen, die sie am dringendsten brauchen. (2) Eine selbst auferlegte transparente Arbeitsweise des Gremiums, die es jedem Interessierten ermöglicht, an fast allen treffen teilzunehmen (auch via live Webcasts). Auch werden eingereichte Projekte und relevante Dokument vor und nach Sitzungen auf der Website veröffentlicht.

Die Inhalte zum AF sind zusammengefasst von wikipedia.org.2)

 

 

Green Climate Fund

Der Green Climate Fund (GCF) ist ein Klimafonds UNFCCC. Der Fonds wurde gegründet mit dem Ziel, Geld für Klimaprojekte (sowohl im Bereich Minderung von Treibhausgasen als auch Anpassung an den Klimawandel) in Entwicklungsländern bereitzustellen. Die förderbaren Projektgrößen bewegen sich zwischen Mikro- (≤ 10 Mio. USD) bis Großprojekten (> 250 Mio. USD). Bis zum Jahr 2020 sollen für diesen Zweck jährlich 100 Milliarden US$ bereitgestellt werden.5) Bis Ende 2014 gab es allerdings erst Zusagen in Höhe von 9,7 Mrd. USD. 3) 4)

Ein Grundsatz des GCF ist die nachhaltige Förderung des Paradigmenwechsels hin zu emissionsarmen und klimaresistenten Entwicklungspfaden. Es sollen die Entwicklungsländer dabei unterstützt werden, ihre Treibhausgasemissionen zu begrenzen oder zu reduzieren und sich an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen. Berücksichtigt werden vor allem die Entwicklungsländer, die besonders anfällig für die negativen Auswirkungen des Klimawandels sind. Der Fonds verspricht einen einfachen, von den Ländern ausgehenden, verbesserten Zugang zu Finanzmitteln. Dies soll, wie beim Anpassungsfonds, über direkten Zugang (also ohne Umweg über Weltbank oder UNDP, etc.) ermöglicht werden, zudem sollen die Antragsteller motiviert werden relevante Akteure, wie benachteiligte Gruppen, mit einzubeziehen oder auch Gender-Aspekte zu berücksichtigen.6)

Die Schnittstelle zwischen dem GCF und den Staaten bilden die nationalen Anlaufstellen, sogenannte National Designated Authorities (NDA), also die für die Genehmigung der Projekte zuständigen nationalen Behörden. Ihre Aufgabe ist es die unterschiedlichen geförderten Aktivitäten auf die strategischen nationalen Ziele auszurichten und ehrgeizige Maßnahmen zu Anpassung und Klimaschutz mit den nationalen Bedürfnissen in Einklang zu bringen. Des Weiteren akkreditiert die Nationale Anlaufstelle die national für die Durchführung zuständigen Stellen (engl.: National Implementing Entities - NIE). Derzeit (Stand: 27.02.2015) sind Anmeldungen von 99 NDA beim GCF eingegangen.7)

Geleitet wird der Fonds von einem Vorstand mit 24 Mitgliedern, die zu gleichen Teilen aus entwickelten wie Entwicklungsländern stammen.8) Die geschäftsführende Direktorin des GCF ist Frau Héla Cheikhrouhou aus Tunesien. Der Sitz des Fonds ist seit Dezember 2013 die südkoreanische Großstadt Icheon.

 

 Lesen Sie weiter über unsere Dienstleistung zum Thema Klimawandel.

 


 

Quellen:

1) Birkmann, J., Böhm, H. R., Buchholz, F., Büscher, D., Daschkeit, A., Ebert, S., Fleischhauer, M., Frommer, B., Köhler, S., Kufeld, W., Lenz, S., Overbeck, G., Schanze, J., Schlipf, S., Sommerfeldt, P., Stock, M., Vollmer, M., Walkenhorst, O. (2013): Glossar Klimawandel und Raumentwicklung (2., überarbeitete Fassung). = E-Paper der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) Nr. 10. Hannover. URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0156-73571

2) http://de.wikipedia.org/wiki/Adaptation_Fund und http://en.wikipedia.org/wiki/The_Adaptation_Fund

3) http://www.theguardian.com/environment/2014/nov/20/countries-pledge-93bn-for-green-climate-fund

4) http://www.bloomberg.com/news/articles/2014-11-28/spain-lifts-green-climate-fund-pledges-to-9-7-billion

5) http://www.gcfund.org/fileadmin/00_customer/documents/Accreditation/GCF_Accreditation_Introduction_November_2014_final.pdf

6) http://www.gcfund.org/about/the-fund.html

7) http://www.gcfund.org/readiness/designations.html

8) http://www.gcfund.org/board/composition.html

 

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Gute Bewirtschaftung von Flächen oder der Erfolg von Renaturierungsmaßnahmen wird nachvollziehbar, transparent und die Nachhaltigkeit der Wertschöpfung gestärkt.

 

 

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